Zweite und dritte Fremdsprache am Heisenberg-Gymnasium

Die zweite Fremdsprache ist ein wichtiges Fach, das die Schülerinnen und Schüler mindestens von der 6. bis zum Ende der 10. Klasse und danach sogar als Wahlfach bis zum Abitur begleitet. Da wir bereits vor einigen Jahren unser Angebot erweitert haben, können die Schülerinnen und Schüler des Heisenberg-Gymnasiums zwischen drei Fremdsprachen wählen: Französisch, Spanisch und Latein. Der Unterricht in der zweiten Fremdsprache findet am Heisenberg-Gymnasium in Kursen statt; die Zusammensetzung der Klassen wird also nicht durch die Wahl der zweiten Fremdsprache beeinflusst.

Die Sprachen Latein und Französisch werden im Wahlpflichtbereich der 8. Klasse noch einmal als dritte Fremdsprache angeboten.

Kriterien für die Wahl der zweiten Fremdsprachen

Bevor in der fünften Klasse die Wahl auf eine der drei Fremdsprachen fällt, sollte jeder Schüler und jede Schülerin gemeinsam mit seinen/ihren Eltern gründlich überlegen, welche Sprache er/sie in den folgenden fünf Schuljahren lernen möchte. Für eine Beratung die Fachbereichsleiterin, Frau Feilscher, Ihnen gern zur Seite. Auch auf unseren jährlich stattfindenden Infoveranstaltungen und dem Probeunterricht in den drei Fremdsprachen haben die Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern Gelegenheit, sich umfassend zu informieren und dann ihre Entscheidung zu treffen.

Bedeutung der Fremdsprachen

Französisch ist nach Deutsch die am meisten gesprochene Muttersprache in Europa. Eng verbunden durch Geschichte, Kultur und Wirtschaft ist es immer ein Gewinn, die Sprache unseres Nachbarlandes Frankreich zu sprechen. Französisch ist eine internationale Verkehrssprache. In zahlreichen internationalen Organisationen Arbeits- (UNO, UNESCO, Europarat) oder Konferenzsprache (EU).

Spanisch ist in mehr als 20 Staaten offizielle Landessprache und wird weltweit von mehr als 420 Millionen Menschen gesprochen. Durch die große Verbreitung wird auch die heutige wirtschaftliche Bedeutung des Spanischen offensichtlich: Viele Länder Lateinamerikas sind wichtige deutsche Handelspartner. Auch eröffnet das Spanische den Blick auf einen facettenreichen Kulturraum in Spanien und auf dem amerikanischen Kontinent.

Latein wir heute zwar nicht mehr gesprochen, trotzdem hat diese ehemalige Weltsprache einen hohen Wert für die (Aus)bildung unserer Schülerinnen und Schüler. Das Lateinische ist nicht nur der Schlüssel zu den romanischen Sprachen, sondern ermöglicht auch einen einzigartigen Blick auf die Errungenschaften der Antike und deren Fortbestand bis in die heutige Zeit.

Der Unterricht in Französisch und Spanisch

Alle drei Fremdsprachen werden in der Sekundarstufe I lehrwerkgestützt unterrichtet. In Spanisch (Apúntate) und Französisch (À plus) werden grammatische Inhalte und Vokabular situationsgebunden eingeführt und trainiert, die spontane Kommunikation in der Fremdsprache steht dabei stets im Vordergrund. Von Beginn an werden die Schülerinnen und Schüler mit der fremden Lautwelt vertraut gemacht und und bringen sich selbst in den Unterricht ein, indem sie die Sprache hören, nachsprechen und ihren eigenen Ideen folgend umformen. Altersgerechte, z.T. spielerische Lernformen unterstützen diesen Sprachlernprozess Die Kompetenzorientierung bildet für den den Ausgangspunkt und unterteilt sich in folgende Bereiche:

  • Hör(seh)verstehen: Gesprochene Texte oder Filme verstehen
  • Sprechen: Sich zusammenhängend in der Fremdsprache äußern
  • Lesen: Geschriebenen Texten Informationen entnehmen
  • Schreiben: Erlernte Strukturen und Inhalte schriftlich ausdrücken
  • Sprachmittlung: bekannte Inhalte und Themen sinngemäß in die andere Sprache übertragen

Die Themen der ersten beiden Lernjahre sind fast ausschließlich auf die Alltagswelt in einem spanisch- oder französischsprachigen Land bezogen: sich vorstellen, eine neue Stadt erkunden, einkaufen, sich verabreden, den Schulalltag erleben, über Hobbies und Interessen sprechen etc.

Ab dem dritten Lernjahr arbeiten wir neben dem Lehrwerk zunehmend mit Lektüren für Jugendliche sowie mit authentischen Materialien aus französisch- und spanischsprachigen Ländern in Europa und Übersee. Auch kurze Präsentationen und Projekt in Kleingruppen gehören zum Unterricht dazu. Hierbei bauen wir auf vorhandenem Medienwissen, z.B. den Umgang mit Präsentationssoftware auf und stellen uns auf die teilweise unterschiedlichen Vorkenntnisse unserer Schülerinnen und Schüler ein.

Die Unterrichtssprache ist so weit es geht das Französische oder Spanische, es gibt aber auch immer Phasen, in denen es sinnvoll ist, auf das Deutsche zurückzugreifen.

Der Unterricht in Latein

Im Fach Latein wird mit dem Buch Cursus A gearbeitet. Gegenstand des Lateinunterrichts sind lateinische Texte und Übungen, Unterrichtssprache ist Deutsch. Die Schülerinnen und Schüler finden schnell einen Zugang zur lateinischen Sprache, da das Schriftbild und die Aussprache übereinstimmen. So ist das Lesen schnell möglich.

In den ersten drei Jahren (Klasse 6-8) werden der Grundwortschatz und die Basisgrammatik anhand des Lehrbuchs mit Texten und Übungen erarbeitet. Besonders erfolgreich sind dabei Schülerinnen und Schüler, die Freude am Tüfteln und Kombinieren haben.

Am Heisenberg-Gymnasium benutzen wir ein Lernbuch, das in den ersten 20 Lektionen die Lernenden mit dem Alltag von zwei römischen Familien vertraut macht. Ab Klasse 9 lesen die Schülerinnen und Schüler Originallektüren, wobei neben der reinen Übersetzung Gespräche über die Inhalte in den Vordergrund treten.

Altersgerechte spielerische Lernformen sowie offene Unterrichtsphasen mit Wochenplanarbeit und Gruppenarbeiten unterstützen in jeder Stufe den Lernprozess.

Bewertungskriterien und Notengebung

Wie in allen anderen Fächern am Heisenebrg-Gymnasium erfahren die Schülerinnen und Schüler mehrmals im Jahr, wie ihr aktueller Leistungsstand in der Unterrichtsmitarbeit beurteilt wird.

Diesen Gesprächen liegen Bewertungsraster zu Grunde, denen die Schülerinnen und Schüler die Bewertungskriterien für die Unterrichtsmitarbeit entnehmen können. Der Bogen ist allen Schülerinnen und Schülern bekannt und zugänglich.

Die Mitarbeitsnote überwiegt in der Gesamtbeurteilung die schriftliche Note aus den Klassenarbeiten.

Die Klassenarbeiten weisen stets die drei unterschiedlichen Anforderungsebenen (Reproduktion, Analyse/Reorganisation, Transfer) auf und werden mit den Schülerinnen und Schülern im Unterricht regelmäßig geübt.

Kontakt

Stephanie Feilscher

Fachbereichsleiterin Fremdsprachen