Inklusiver Nachwuchscampus

Die Idee

Schüler des Kurses Naturwissenschaftliches Praktikums im Jahrgang 9 unterrichten Schüler aus den 5. Klassen und Schüler aus den internationalen Vorbereitungsklassen (IVK).

„Was machen wir und woher kommt ihr?“
„Was machen wir mit denen?“

Das waren die Fragen, die den IVK-Schülern unter den Nägeln brannten. Der Kurs “Natur- wissenschaftliches Praktikum“ der neunten Klassen hatte zum Experimentieren eingeladen. Die offenen Fragen waren schnell beantwortet. In Kleingruppen stellten die Nachwuchsforscher des Heisenberg-Gymnasiums ihre selbstentwickelten Experimente zum Thema „Erneuerbare Energien, Naturkatastrophen und Klimaschutz“ vor.

Diese hatten sie im Unterricht im Rahmen des Nachwuchscampus im 2. Schulhalbjahr 2015/15 selbstständig entwickelt. Bald stellte sich jedoch heraus, dass nicht nur die Gäste aus den Inter-nationalen Vorbereitungsklassen wissbegierig waren, sondern auch die Naturwissenschaftler Näheres über ihre Gegenüber erfahren wollten: „Woher kommt ihr?“ Und so wurde aus dem naturwissenschaftlichen auch ein interkultureller Austausch.

Was ist neu an diesem Projekt?

Das Konzept ermöglicht es den Schülern, ihr Lernen selbst zu steuern, die Lernprozesse zu verstärken und MINT- Berufe zu entdecken. Die Anforderungen der Inklusion werden dabei erfüllt. Die Schüler übernehmen Verantwortung für den eigenen Lernprozess und für IVK- Schüler und Schüler aus den 5. Klassen.

Die Bearbeitung von Fragen aus den MINT-Fächern und die Integration aller Schülergruppen gelingt mit Hilfe dieses Projektes. Die Motivation der Teilnehmer wird gesteigert und alle Schüler erhalten Einblick in die MINT- Berufe. Die älteren Schüler erfahren Wertschätzung und Anerkennung durch IVK- Schüler und Schüler aus den 5. Klassen, und umgekehrt.

Das Hamburger Abenblatt über das Projekt "Nachwuchscampus"

Der Hamburger Bildungspreis 2015

Das Projekt "Inklusiver Nachwuchs-campus" wurde im November 2015 mit dem Hamburger Bildungspreis ausgezeichnet. Wir freuen uns über diese Anerkennung der geleisteten Arbeit und sehen in der Auszeichnung einen Ansporn für die zukünftige Unterrichtsentwicklung. Der Preis ist mit € 10.000 dotiert, die in die Ausstattung und den Unterricht in den MINT-Fächern investiert werden.