​Vier Nobelpreise in einer Stadt?

Welche europäische Stadt gewann vier Literaturnobelpreise im 20. Jahrhundert? Diese und andere Fragen wurden für die Tut-Gruppe von Glan (12.Klasse) in der Woche vor den Herbstferien nachhaltig beantwortet. Wir waren fünf Tage in der irischen Hauptstadt Dublin und haben uns neben dieser literarischen Frage auch mit den landesüblichen Sportarten, der Geschichte Irlands und den schönen Künsten beschäftigt.

Aber erst einmal mussten wir auf die grüne Insel kommen:Air Lingus flog uns mit wenig Komfort aber sehr pünktlich am Montag von Fühlsbüttel zum neuen Dubliner Flughafen. Wenig später waren wir auch schon an unserem Quartier, dem Barnacles Hostel in der Mitte der Stadt, im Kneipenviertel Temple Bar. Nachdem wir die Koffer eingelagert hatten erkundeten wir Dublin mit Hilfe einer Stadtrally. Hier galt es nicht nur, die eben schon erwähnten Nobelpreisträger in einer Buchhandlung ausfindig zu machen, es mussten auch ein Limmerick gedichtet werden oder ein Statue von James Joyce (der übrigens den Nobelpreis nicht gewann) nachgebildet werden.

Abends wurden dann die spartanischen Zimmer bezogen, alle Jungs in einem großen Zimmer und alle Mädchen in einem zweiten Zimmer, das war übersichtlich und sorgte für guten Gruppenzusammenhalt. Nachdem dann noch besprochen worden war, wer wann die Steckdosen und die Dusche belegen darf – eine Frage, die die Mädchen bereits vor dem Abflug per What‘sApp geklärt hatten – waren wir endgültig angekommen.

An den nächsten Tagen lernten wir die Geschichte Dublins genauer kennen, insbesondere den gescheiterten Volksaufstand gegen die britische Herrschaft an Ostern, 1917. Vor allem die Besichtigung des Staatsgefängnisses Kilmainham Gaol war sehr beeindruckend. Nebenbei konnten wir uns immer besser an den typisch irischen Akzent des Englischen gewöhnen: kein „th“! Als klassisches Zeitbild-Profil stand neben Geschichte natürlich auch die Kunst auf dem Programm. Hier entdeckten wir zum Beispiel das Atelier des in Dublin geborenen Künstlers Francis Bacon, das nach seinem Tod von London nach Dublin verfrachtet wurde und seitdem im Original zu besichtigen ist.

Am letzten Tag beschäftigten wir uns noch mit einem Aspekt, der Hamburg und Dublin verbindet: Auswanderung. Im neuen und technisch beeindruckenden Museum der Auswanderung „Epic“ erfuhren wir, dass weltweit heute 80 Millionen Menschen leben, die irischer Abstammung sind, während die Republik Irland selber nur 6 Millionen Einwohner zählt. Von diesen sechs Millionen lernten wir dann am letzten Abend noch einige kennen, als wir in einer umgebauten Markthalle Stephans achtzehnten Geburtstag feierten.

Früh am Freitag flogen wir zurück und kamen kurz nach dem Frühstück gesund und um viele Erfahrungen reicher in Fuhlsbüttel an.

20. November
Tut-Gruppe von Glan
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