USA - Austausch 2017


Minnesota

Nach einem langen und anstrengenden Flug am ersten Sonntag im Oktober war es so weit. Schon die Zwischenlandung in Newark – vor allem der erste Blick auf die Manhattan Skyline – hat uns allen einen kleinen Vorgeschmack darauf gegeben, was uns die nächsten Wochen erwarten wird.

Nach dem kurzen Inlandsflug von New York nach Minnesota stand uns das erste Treffen mit unseren Austauschpartnern und Gastfamilien bevor. Bereits kurz vor der Gepäckausgabe am Flughafen in Minneapolis standen sie dort: Ein Dutzend Jugendliche mit Ballons und Plakaten, die schöner nicht hätten sein können. Ein Gefühl von Vorfreude und Nervosität kam in mir hoch, als ich sah, wie jeder genau wusste, welches „Willkommen in Minnesota!“ Plakat ihm gewidmet ist.

Auch ich habe meine Austauschpartnerin dann endlich in die Arme schließen können, nachdem ich schon Monate vorher über social media guten Kontakt zur ihr aufgebaut habe. Kurz daraufhin konnte ich im Auto auch endlich meinen Gastvater kennenlernen, der mich begrüßte und ein angenehmes Gespräch anfing.

Die ersten paar Tage vergingen für uns alle sehr langsam, da wir uns noch nicht an den Alltag gewöhnt hatten. Zeitumstellung hin oder her, am nächsten Morgen ging es los zur St. Paul Academy.

In Deutschland haben wir vor der Abreise die Möglichkeit bekommen, uns für verschiedene Schulfächer einzutragen, die uns besonders interessierten, um an der SPA unserem eigenen Stundenplan nachzugehen. Doch bevor das alles losging, stellten wir uns in der Sporthalle allen Schülern vor. Dafür hatten wir auch ein Video vorbereitet, um den Schülern der SPA zu zeigen, wo wir herkommen. Bei dem ersten Zusammentreffen amerikanischer und deutscher Schüler gab es nicht einen Moment, in dem ich mich unwohl gefühlt habe, denn auch wir wurden von allen mithilfe eines herzlichen Applauses willkommen geheißen.

Da die erste Woche unseres Besuchs gleichzeitig die Homecoming Woche der SPA Schüler war, erlebten wir neben einer Mottowoche mit vielen Kostümen auch Spiele und Wettbewerbe, die von den Schülern organisiert und in der Sporthalle durchgeführt wurden. Außerdem haben wir die Chance bekommen Fußball - und Volleyballspiele der SPA Teams zu besuchen.

Als die Begrüßung am ersten Tag langsam ihr Ende fand, gingen wir in den für uns vorgesehenen Unterricht, in dem wir schnell viele neue Eindrücke bekamen und uns klar wurde, dass diese Schule nicht nur anders aussieht und viel größer ist als deutsche Schulen, sondern dass auch der Unterricht sichtlich anders verläuft, als wir es gewohnt waren.

Neben dem Unterricht haben wir auch die Twin Cities besichtigen können. Sowohl St. Paul als auch Minneapolis haben uns mit ihren hohen Gebäuden und den endlos langen Brücken in so einigen Momenten den Atem geraubt. Nicht nur von außen wirkt diese Gegend wunderschön, sondern auch ihre Denkmäler und die Menschen dort bleiben in den Köpfen hängen. So hatten wir zum Beispiel das Vergnügen das Penumbra Theater zu besuchen. Es ist eine Einrichtung für African Americans, die nebenbei auch als Theater die Wahrheit über die tatsächliche Situation der African Americans aufklären will. Dabei gehen sie auch auf die wichtige Vergangenheit St. Pauls ein, die ihrer Meinung nach nicht offen genug dargelegt wird.

Nach weiteren Besuchen bei Institutionen für Native Americans und Hispanics in der zweiten Woche, machten wir auch Ausflüge zum Mississippi River. Dabei konnten wir auch einige Wasserfälle betrachten und Minnesotas Natur in vollen Zügen genießen.

Zum Ende des Aufenthaltes in Minnesota fand der Farewell Abend mit allen Familien und Austauschpartnern statt, bei dem wir nicht nur die Möglichkeit hatten unseren Lehrern für die tolle Organisation zu danken, sondern auch um unseren Gasteltern mit einer kleinen Geste zu zeigen, wie dankbar wir ihnen sind.

Zusammenfassend kann ich aus meiner Erfahrung sagen, dass alles noch viel besser lief als ich es erwartet hätte. Zweifel, die ich vor dem Austausch hatte, haben sich in den ersten paar Tagen dort in Luft aufgelöst. Es war eine wertvolle und unglaublich spannende Erfahrung, diesen Austausch mitgemacht zu haben, und wir können es kaum erwarten die Amerikaner bei uns in Hamburg willkommen zu heißen!

- Patricia Meryem Ince


Unsere Tage in New York

New York bedeutete Abschied von unseren Gastfamilien, aber gleichzeitig wohl auch die Tage, auf die alle hinfieberten. Schon aus dem Fenster des Flugzeugs konnten wir die Stadt von oben sehen und unsere Aufregung stieg. Unser Hostel lag nah am Central Park in Manhattan, alles sollte also gut erreichbar sein.

Nach unserer Ankunft ging es in Richtung Times Square. Es war schon dunkel, aber trotzdem war das Licht gigantisch. Riesige Bildschirme beleuchteten ihre Umgebung, um uns herum schossen 100 Meter hohe Gebäude in die Höhe, welche uns umschlossen. Wir mussten diesen Moment festhalten. Die Weltstadt in den Vereinigten Staaten und wir mittendrin! Es folgten Gruppenbilder und einzelne Fotoshootings. Insgesamt war die Stimmung super.

Der Abend sollte sich aber noch nicht dem Ende neigen, nein. Der Höhepunkt war das Empire State Building. Wir betrachteten es nicht nur von unten, nein. Wir fuhren 86 Stockwerke hinauf auf die Aussichtsplattform. Für einige war dies sogar das Highlight des gesamten Austauschprogramms: New York von oben, bei Nacht, auf dem Empire State Building. Ein wenig wie der Sternenhimmel, die vielen kleinen Lichter. Überwältigt vom Tag kamen wir aber auch entsprechend spät im Hostel an und fielen erschöpft in unsere Betten. Dies erging uns dann jeden Tag so.

Auch als sich die letzten Tage näherten dachten wir noch nicht an zu Hause. Wir hatten noch so viel vor uns, die Brooklyn Bridge, die Freiheitsstatue, das One World Trade Center, und, und, und.

Zusammengewürfelt aus verschiedenen Klassen stiegen wir in den Flieger nach Amerika. Zurückgekommen sind als eine zusammengewachsene Gruppe, nicht nur unter den Schülern. Dass Frau Zeyn und Herr Grieben auf der ganzen Reise immer noch unsere Lehrer waren, haben wir fast vergessen.

Abschließend kann ich nur sagen, wenn du das gerade liest und überlegst am Amerikaaustausch teilzunehmen, dann tu es. Es lohnt sich!

- Laura Külper

14. November
Patricia Meryem Ince, Laura Külper
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