Planspiel Schulbanker


Samstagmorgen auf Gleis 2 des Fernbahnhofs Harburg. Die Auskunftstafel zeigt unseren Metronom nicht an. So musste bereits vor der Reise die erste Planänderung vorgenommen werden. Glücklicherweise besitzt Hamburg auch eine S-Bahn. Doch wozu die ganze Aktion?

Wie seit vielen Jahren nahm das Heisenberg-Gymnasium auch in diesem wieder mit 14 Teams aus den Jahrgangsstufen 10 bis 12 am Planspiel Schulbanker teil.

Schulbanker ist ein bundesweites Bankenplanspiel, bei dem Schülerteams zum Vorstand einer fiktiven Bank werden und diese über 6 Geschäftsjahre á zwei Wochen leiten. Das Ziel: Aus Sicht der Bank möglichst gut wirtschaften. Die über 900 teilnehmenden Teams dieses Jahres wurden auf 20 Märkte verteilt, von denen jeweils der Sieger nach Berlin zum Bundesfinale fährt. Dieses Jahr konnten sich das Team DiBaFiDi sowohl auf ihrem Mark, als auch gegen alle andern Teams des Heisenbergs durchsetzen und das Ticket für Berlin lösen.

So kam es, dass wir uns Samstagmorgen um 09:00 Uhr am Bahnsteig in Harburg trafen um die Reise nach Berlin anzutreten. Nach einer kurzen Reise, bei der wir bereits einem Team aus Itzehoe begegneten, kamen wir schließlich im Hotel Oderberger an. Ein 4-Sterne-Hotel mit einem antiken Schwimmbad, welches sich auch in einen Veranstaltungssaal umwandeln lässt. Doch noch bevor wir unsere Zimmer zu sehen bekamen, saßen wir im Plenum bei der Teamvorstellung, wo wir auch unsere Konkurrenten das erste Mal zu Gesicht bekamen.

Das weitere Wochenende ist einfach zusammengefasst: Essen, Spielrunde, Teambuilding, Essen, Spielrunde, Teambuilding…. Für wen dies langweilig klingt, der irrt sich gewaltig. Nicht nur das Essen war äußerst delikat, auch die Teambuildingaktivitäten waren weitaus interessanter als es den Anschein hat. Nicht nur Berlin wurde erkundet, sondern der Austausch mit Gleichaltrigen aus dem gesamten Bundesgebiet trat in den Vordergrund und brachte interessante Unterschiede in Schulsystemen hervor. Das nebenbei auch ein Spiel zu spielen war, vergaß dabei (leider) keiner. Das Abgreifen von Informationen aus den konkurrierenden Teams war eigentlich unmöglich.

Bereits ein kurzer Blick auf unser Ergebnis aus Geschäftsjahr 4 von 5 sagte uns, dass wir es nicht mehr unter die besten drei Teams schaffen würden, da wir unsere erfolgreiche Strategie aus der Vorrunde im Finale nicht weitergespielt haben. Diese Planänderung ist im Nachhinein nicht ganz nachvollziehbar.

Folglich waren wir am Montag eines der wenigen Teams, die nicht zum Zerreißen gespannt auf die Verkündung der Bestplatzierten warteten.

Obwohl es nicht für einen Preis reichte, nehmen wir viel von diesem Wochenende in Berlin mit. Das Spiel hat uns nicht nur gezeigt, wie wichtig ein Team ist, zu dem jeder etwas beiträgt, sondern es hat uns neben dem Spaßfaktor auch das Wesen einer Bank verständlicher gemacht.

17. Mai
Malte Pick
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