Besuch der amerikanischen Austauschschüler am Heisenberg-Gymnasium

Am 16. März 2018 um 14:21 traf am Hamburger Hauptbahnhof der ICE 802 aus Berlin ein. An Bord: 15 amerikanische Austauschschüler und -schülerinnen sowie zwei Deutschlehrerinnen. Das deutsche Empfangskomitee stand selbstverständlich schon seit 10 Minuten bereit. Ganz nach den Vorurteilen, denn man will die ausländischen Gäste ja nicht enttäuschen.

Nach dem Öffnen der Zugtüren verlief das Wiedersehen, auf das wir sechs Monate gewartet hatten, wie erwartet. Die ersten Umarmungen wurden ausgetauscht, die ersten Fotos gemacht und die ersten Trump-Witze gerissen. Mit der S-Bahn ging es dann nach Harburg, wo die deutschen Gastfamilien auf die erschöpften Gäste mit leckerem Essen warteten. Das Abendprogramm fiel verschieden aus, aber ausreichenden Schlaf bekamen die wenigsten, denn am nächsten Tag fand eine Besichtigungstour in Hamburg statt.

Unsere Gäste sind extreme Wetterbedingungen gewöhnt, schließlich gilt Minnesota mit 3*C Jahresdurchschnitt als einer der kältesten Staaten der USA. Dem Hamburger Frühling waren sie dennoch nicht gewachsen. Und somit wurde Herr Grieben, der versuchte, der Austauschgruppe etwas über die Hamburger Geschichte beizubringen, stetig übertönt von dem Zähneklappern der frierenden Amerikaner. Die Stadtbesichtigung verlief trotzdem erfolgreich. Die Alster, das Rathaus und die Elbphilharmonie schienen den Gästen zu imponieren. Höhepunkt war aber das Fußballspiel HSV- Hertha im Volksparkstadion. Unsere Austauschpartner waren begeistert von dem spannenden Spiel und den lautstarken Gesängen der Fans.

Am Sonntag war dann Zeit für Ausflüge mit der Familie. Zwar haben wir hier in Hamburg keine Mall of America oder einen Lake Superior dennoch waren andere Trips möglich. Manche Familien wagten sich bei den eisigen Temperaturen an die Ostsee oder blieben hier in Harburg, um die Stadt, den Wildpark oder andere Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Insgesamt haben wir das Beste aus dem Wochenende gemacht, obwohl wir echt wenig Zeit mit unseren Amerikanern in der Familie hatten

Die meiste Zeit verbrachten die Amerikaner nämlich unter der Woche in der Schule oder mit Fr. Crowder und Fr. Dorfsman auf Ausflügen nach Hamburg und Umgebung. In der Schule wurden unsere Gäste überall freundlich aufgenommen und ihre Anwesenheit lockerte den Schulalltag erfrischend auf. Alle waren beeindruckt wie gut die Schüler der Saint Paul Academy Deutsch sprachen. Die Highlights der Schulwoche waren aber zweifellos die Englischstunden mit Fr. Zeyn, in denen natürlich der Austausch über sämtliche Themen im Vordergrund stand. Es wurden viele Vorurteile abgebaut, neue Erfahrungen gemacht und alle hatten viel Spaß.

Was unserer deutschen Gruppe jedoch am meisten am Gegenbesuch gefallen hat, waren die privaten Treffen oder die Ausflüge mit unseren Amerikanern. Ob beim Billard spielen im B7 oder bei Treffen zu Hause, überall zeichnete sich das gleiche Bild ab. Die Austauschgruppe rückte in Deutschland noch viel mehr zusammen. Viele interessante Gespräche entstanden genauso wie neue Freundschaften.

Umso trauriger war es, als die Amerikaner uns nach nur einer Woche, natürlich viel zu wenig Zeit, wieder verlassen mussten. Der Abschlussabend in der Taverna Romana hat aber noch mal allen sehr gefallen und Lust auf mehr gemacht. Und wer weiß. Vielleicht studiert ja der eine oder andere Schüler im Ausland und man kann sich mal wiedersehen.

Wir als deutsche Austauschgruppe sagen Danke für diese unglaublichen vier Wochen Austausch und freuen uns auf ein Wiedersehen.

9. April
Daniel Eggers, Jakob Töpper, Niels Meinköhn
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