Theateraufführung "Das Spiel ist aus"

So hart der Titel des Stückes klingt, so grundsätzlich ist auch das Thema: kann der Mensch sein Schicksal beeinflussen und Standesschranken überwinden – oder ist sein Schicksal vorgeschrieben, sein Scheitern beschlossene Sache? Und wenn es ein Schicksal gibt – welche Gestalt hat es? Die eines liebenden Gottes? Oder doch eher eine große „Himmelsverwaltung“?

Bei den Schülern und Schülerinnen hatte das Schicksal sofort ein eher hässliches und konkretes Gesicht: die NSA lenkt unser Denken und steuert unsere Entscheidungen.

Kontrolle

Bei Sartre gibt es noch keine elektronischen Medien, Kontrolle wird aber angedeutet in einer Himmelsverwaltung, die über den Menschen steht.

Pierre Dumaine, eine Arbeiterführer und Eve Chantier, eine reiche Arztgattin, werden beide umgebracht; er wird erschossen, sie von ihrem Mann vergiftet. Im Himmel begegnen sie einander und merken, dass sie eigentlich für einander bestimmt waren...aber jetzt leider körperlos in der Ewigkeit gefangen sind.

Ihre Beschwerde hat Erfolg, die Bürokratie hat sich geirrt, sie sind wirklich für einander bestimmt und bekommen laut § 140 des Himmelsgesetzes eine zweite Chance: sie dürfen wieder ins Leben zurück, wenn sie es schaffen, die dortigen Widerstände zu überwinden und nach 24 Stunden als Paar zusammen zu sein.

Hindernisse

Ob sie es schaffen, soll hier nicht verraten werden. Aber die Hindernisse, auf die sie stoßen, erschienen dem Kurs auch fast 70 Jahre, nachdem Sartre das Stück geschrieben hat, erschreckend aktuell...und spiegeln viel von dem wieder, was uns allen in dem täglichen Bemühen um das Glück passiert.

Besuchen Sie uns zu einem unterhaltsamen Theaterabend!

Termine:

1.,2. und 3. April, jeweils um 19.30 Uhr, Einlass ist um 19.00 Uhr. Preis: 3 €

Es spielen:

Judith Adam, Laura Altendorf-Blanco, Anissa Ayoub, Enes Bozkurt, Melina Commerell, Luisa Filter,

Josué Gracia Veintimilla, Jonas Holtz, Kliment Kocev, Till Moritz Kuehn,

Christoph Lüsse, Karsten Meyer,

Lorenz Müller, Amy Peters, Marco Pille, Laura Poschmann, Florian Riefenstahl,

Theo Sell, Muriel von Aspern Spielleitung: Jan Kleinichen

28. März
Jan Kleinichen
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