Profil Technik und Bewegung im Olympiastützpunkt

Am 31.10.2013 hat das Physik-Sport Profil den Klassenraum gegen die Räumlichkeiten der Trainings- und Bewegungswissenschaften am Olympiastützpunkt Hamburg/Schleswig-Holstein getauscht und einen Einblick in die Diagnostik und Trainingsstätten deutscher Kaderathleten in den Schwerpunktsportarten Beachvolleyball, Schwimmen, Hockey und Rudern erhalten. Mit modernsten Testgeräten und -verfahren werden hier die leistungsbestimmenden Faktoren – Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit – objektiviert und geben so Hinweise auf Stärken und Leistungsreserven.

 

KRÄFTE MESSEN

Nach einer kurzen Einführung wurde es für einzelne Schülerinnen und Schüler ernst, denn eine 50.000€ teure Kraftmessplatte – der Mercedes unter den Kraftmessplatten wie uns erklärt wurde – nutzt nur, wenn Sportler Bewegungen ausführen und damit eine Vielzahl an Daten generiert werden können, die über die Software in Sekundenschnelle verfügbar sind. Die Messkurven konnten dank modernster Kameratechnik mit Bildern unterlegt werden, so dass die Datenflut einerseits durch die Expertise von Herrn Wegner erläutert und durch die Bilder visualisiert wurden, d.h. wenn kein Schüler vor der Kamera stand.

HIGHLIGHT: GEGENSTROMANLAGE ERLEBEN

Im Anschluss wartete ein weiteres Highlight auf die Schüler, denn sie konnten eine von vier Gegenstromanlagen hautnah erleben. Bei einer Gegenstromanlage handelt es sich um ein ca. 6m langes und ca. 1,50m breites „Schwimmbecken“. Allerdings erzeugen zwei riesige Turbinen eine Wasserströmung von bis zu 2,4m pro Sekunde. Vier wagemutige Schüler haben sich kurzerhand die Badehosen angezogen und wurden darauf bei Strömungen von 0,75m – 1,25m pro Sekunde von vier Kameras gefilmt, die gnadenlos jeden Bewegungsablauf und technische Eigenart offengelegt haben, die von Herrn Berndt fachkundig erläutert wurden. Trotz einiger Fehlerbilder in der Technikausführung konnten Julian, Malwin, Thomas und Michel als Breitensportler durchaus überzeugen und gaben ein insgesamt überzeugendes Bild ab.

ALLTAG VON NACHWUCHATHLETEN

Abschließend sahen die Schülerinnen und Schüler einen Film über den Alltag von drei Nachwuchskaderathleten, die im angrenzenden Sportinternat leben und somit optimale Bedingungen zum Trainieren und Lernen vorfinden. Doch zu beneiden sind die drei Athleten nicht zwangsläufig, da die erste Trainingseinheit bereits um 07.00 Uhr vor Schulbeginn ansteht. Nach einem normalen Schultag und den dazugehörigen Hausaufgaben und Vorbereitungen auf Klausuren folgt mindestens eine zweite Trainingseinheit am Abend, die weitere 2-3 Stunden Zeit in Anspruch nimmt, so dass die Sportler erst gegen 21 oder 22 Uhr frei von Verpflichtungen sind, es sei denn sie haben noch nicht ausreichend für die Schule getan…

DANK

Unser besonderer Dank gilt Herrn Berndt, der den Besuch am Olympiastützpunkt möglich gemacht hat, ein sehr abwechslungsreiches Programm erstellt hat, sich geduldig allen Fragen am Ende unseres Besuches gestellt hat sowie den Schülerinnen und Schülern die Chance eröffnet hat, in der hauseigenen Schwimmhalle ihre 800m Ausdauerleistung zu schwimmen.

6. November
Oliver Sans
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